Seit der erfolgreichen Qualifikation durch den 2. Platz bei den Deutschen Indiaca – Meisterschaften fieberten die Jungs dem 2. Worldcup, der in Nõo / Estland ausgetragen wurde, entgegen. In den verschiedenen Kategorien traten 21 Mannschaften an. Da den Jugendlichen aus Japan die weite Anreise zu kostenintensiv war, blieben die Europäer in Estland unter sich.
Mit dem Flieger in Tallinn angekommen, wurden die restlichen 215 km nach Nõo mit dem Bus zurückgelegt. Das internationale Flair sorgte bereits bei Ankunft im Schulquartier für eine unbeschreibliche Atmosphäre. Die Organisation der estnischen Gastgeber tat ihr Übriges, um in knapp einer Woche die Jugendlichen wie eine große Familie zusammen wachsen zu lassen.
Blieb nach der Eröffnungszeremonie noch Zeit, die moderne Universitätsstadt Tartu mit ihrem historischen Stadtkern zu besuchen, stieg mit Beginn der Spiele die Anspannung der Akteure.
Nach der Auftakt – Niederlage gegen den CVJM Kamen besannen sich die Jungs ihrer Spielstärke. Die Teams von SP Klon Indiaca aus Polen, DTV Himmelsried aus der Schweiz und Arlli / Nolken aus Estland mussten gegen die Blankenlocher Indiaca–Truppe chancenlos die Segel streichen. Mit Rang 2 war der Einzug ins Halbfinale geschafft. Beim erneuten Aufeinandertreffen gegen den Vertreter der Schweiz gelang den Indiaca – Spielern überlegen der Einzug ins Finale. Im zweiten Halbfinale setzte sich erwartungsgemäß der CVJM Kamen durch.
In der gut gefüllten Halle erfuhr die TSG am letzten Tag eine lautstarke Unterstützung. Neben den Baden-Württembergischen Mannschaften bezogen vor allem die Schweizer und Polen eindeutig Stellung zu Gunsten der Blankenlocher. Es entwickelte sich ein hochdramatisches und an Spannung kaum zu überbietendes Endspiel. Mit 23:25 endete Satz 1 äußerst knapp für Kamen. Im zweiten Durchgang zeigten die Blankenlocher ihr absolut bestes Spiel und zogen mit 25:19 gleich. Damit musste ein dritter Satz die endgültige Entscheidung bringen. Trotz anfänglicher Führung ging die bis dahin gezeigte Souveränität verloren. Kamen übernahm mehr und mehr die Initiative und drehte das Abschlussmatch des Worldcups mit 18:25 zu seinen Gunsten.
